Ich bringe es auf den Punkt:


Ohne Kommunikation geht gar nichts! Jeder kommuniziert ständig, um möglichst das zu bekommen, was er möchte. Wem das bereits gelingt, der sollte nichts verändern. Frei nach dem Motto: Never change a running system!

Manchmal verändert sich das System aber von selbst. Die Zeiten, die Technik, die Menschen bleiben nicht stehen! Eine kleine Veränderung kann dazu führen, dass der eben noch in seinem Umfeld Erfolgreiche in einem anderen Umfeld bestehen muss.

Wer dabei das Thema „Kommunikation“ unterschätzt, verschätzt sich leicht, wenn er sich auf seine Fachkompetenz verlässt und dabei seine Methodenkompetenz vernachlässigt.

Wissenschaftliche Fakten versteht meist nur derjenige, der selbst Wissenschaftler dieser Disziplin ist. Es ist egal, ob Naturwissenschaften, Rechtswissenschaften o.ä. die Disziplin sind, in der Sie Ihren Abschluss gemacht und vielleicht sogar promoviert haben. Wer nicht selbst Fachmann auf diesem Gebiet ist, kann ihre Fachkompetenz gar nicht beurteilen. Seit „postfaktisch“ zum Wort des Jahres 2016 gekürt wurde, darf man um sich blicken und sogar zum Ergebnis kommen, dass Fakten kaum noch Bedeutung in unserer Zeit haben!

Doch nicht erst seit dieser möglichen Erkenntnis beurteilen die meisten Menschen andere intuitiv nach deren fachübergreifenden Fähigkeiten, die sich im persönlichen Umgang zeigen, hauptsächlich also deren Erfolg beim Kommunizieren.

Wer in diesem Zusammenhang denkt, ein paar rhetorische Tricks aus irgendwelchen Ratgebern genügen, um zu beeindrucken, wird spätestens dort scheitern, wo auch sein Gegenüber diese Tricks beherrscht oder dasselbe Buch gelesen hat. So stellt sich aus meiner Sicht das Problem vieler Ratgeber dar: Sie liefern Kommunikationsstrategien, deren Erfolg davon abhängt, dass beim Gegenüber die entsprechende Kompetenz fehlt. Auf die Frage „Was passiert, wenn ich auf einen „schlauen“ Gesprächspartner treffe, der meine Strategie durchschaut?“ gibt es kaum Antworten. Die Frage bleibt daher: Welcher Ansatz gelingt auch in solchen Situationen, am besten immer?

Folgende Überlegung dazu: Eines haben alle Menschen gemeinsam. Auch die vermeintlich „Schlaueren“ oder rhetorisch Trickreichen kommunizieren „nur“, um ihre Bedürfnisse erfüllt zu bekommen. Diese Bedürfnisse oder Motivatoren des Gegenübers zu erkennen, im Gespräch zu berücksichtigen und mit den eigenen Zielen in Einklang bringen, ist zwar nicht immer leicht, aber die eigentliche Aufgabe in jeder neuen Situation, die Herausforderung jeder Kommunikation, echter Dialog.

Wer das akzeptiert, muss nicht weiter den Kopf schütteln über das Ergebnis der amerikanischen Präsidentenwahl, die 2016 nach Meinung vieler den Beweis lieferte, dass Fachkompetenz oder gefeilte Sprache offensichtlich nicht nur nicht zwingend erforderlich, sondern manchmal vielleicht sogar hinderlich sind, um sein Gegenüber zu erreichen. Um den Menschen anzusprechen, braucht es anscheinend beides nicht.

(Anmerkung: Der letzte Absatz sollte kein politisches Statement sein. Auch stellt sich mir dabei nicht die Frage, ob das Geschilderte richtig oder falsch, gut oder böse ist. Neutral betrachtet ist Kommunikation ein Werkzeug, das auf eine bestimmte Art funktioniert. Diese Regeln anzuerkennen, hilft, Sprache bewusster und gezielter einzusetzen. Jeder entscheidet dabei selbst, zu welchem Zweck er dieses Werkzeug benutzt.)

Daher legt auch das sogenannte Harvard-Konzept großen Wert darauf, Sachprobleme und Menschen getrennt zu behandeln, um „sachbezogen“ zu verhandeln oder Konflikte zu lösen, sodass die Beziehung darunter nicht leidet oder im Idealfall sogar gefördert wird. Wo diese Herausforderung gemeistert wird, gelingt erfolgreiche Kommunikation, auch jenseits der Fakten. Wer seine Linie, die ihn mit dem Gegenüber verbindet, erkennt, hat die „communicationline“ gefunden und gute Chancen, seine Ziele zu erreichen, sei es in Verhandlungen, Konfliktgesprächen, bei Selbstpräsentationen oder Vorträgen.

Wenn Sie erfahren möchten, wie Ihre Kommunikation (besser) funktioniert, arbeite ich gerne ganz individuell mit Ihnen - orientiert an Ihren persönlichen Zielen, zugeschnitten auf die Bedürfnisse Ihres Publikums! Ich wünsche Ihnen in jeder Situation das positive Gefühl und die Bestätigung gelingender Kommunikation!

Ihr Trainer, Coach, Berater

Ralph Wüst

communicationline - Kommunikationstrainings - Würzburg